Bevölkerungsstruktur
Die meisten Peruaner sind Indions oder Mestizen. Die kleine spanischstämmige Oberschicht hat in Wirtschaft und Gesellschaft nach wie vor eine starke Stellung. In den nördlichen Städten leben auch einige Chinesen und Japaner.
Die Indios in den Anden, früher weitgehend isoliert, sind durch Radio und ihre Verwandten in den Städten zunehmend über die Vorgänge in der Hauptstadt Lima informiert. Dies schuf ein Gegengewicht zur sinkenden Bedeutung ihrer Sprachen in Ketschua und Aimarà gegenüber dem Spanischen. Weitere 250`000 Indios leben im östlichen Tiefland. Sie sind zusammen mit den Afrikanern (Nachkommen von Plantagensklaven) vor allem in den Städten starker Diskriminierung ausgesetzt.
Die Grossfamilie ist eine starke Kraft. Sie gehörte zur Tradition der Indios und wurde auch durch die katholische Kirche weiter gestärkt. Durch die wirtschaftlichen Probleme in den letzten Jahren wuchs ihre Bedeutung als soziales Sicherungssystem.
In Peru leben etwas mehr als 26 Mio. Einwohner. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt in den Gebirgsregionen.
Population in den Städten:
Lima (8 Mio. Einwohner), Trujillo (2.2 Mio.), Chiclayo (1.1 Mio.), Arequipa (1.1 Mio.), Callao (750.000), Piura (340.000), Iquitos (400.000), Cuzco (300.000), Huancayo (300.000).